![]() |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() ![]()
![]() |
![]() Arnulf RainerDie Pinakothek der Moderne widmet nach der Ausstellung der Skulpturen Cy Twomblys 2006 einem weiteren Gegenwartskünstler eine Hommage in der Alten Pinakothek: Arnulf Rainer. Anlässlich seines 80. Geburtstags zeigt sie eine konzentrierte Werkschau des österreichischen Malers mit zentralen, zum Teil noch nie ausgestellten Werkkomplexen. Dazu zählt eine Reihe von Bildern, die eigens nach Gemälden der Alten Pinakothek entstanden sind, und damit Rainers Kernthema, den Dialog mit der Kunst exemplarisch fortsetzt. ![]() Arnulf Rainer, Kreuz Schwarz auf Hellbraun, 1969, Öl auf Holz, 202 x 150 cm © ARNULF RAINER FOTO: ROBERT ZAHORNICKY Das Schaffen Arnulf Rainers, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler, ist ein Hauptpfeiler der Sammlung in der Pinakothek der Moderne. Seit der Eröffnung des Hauses 2002 sind Beispiele seines Werks kontinuierlich in einem Künstlerraum zu sehen, wo sie einem spannungsvollen Diskurs mit den Arbeiten von Georg Baselitz, Joseph Beuys, Palermo, Willem de Kooning oder Franz Kline stehen. Die Ausstellung vertieft und erweitert diesen Sammlungsaspekt. Rainers Malerei entfaltet sich seit den 1950er Jahren in dialektischer Spannung zwischen den Polen eines ruhigen, meditativen Farbauftrags und einer körperlich-kraftvollen Expressivität. Seine Methode des langsamen „Übermalens“, die häufig in fast monochrome Gemälde führt, steht im Dialog zu den in hoher Geschwindigkeit hergestellten, gestischen und körperbezogenen Werkserien wie den Fingermalereien oder den Face Farces. ![]() Arnulf Rainer in den Ausstellungsräumen in der Alten Pinakothek FOTO: HAYDAR KOYUPINAR In zwei großen Räumen klassischer Prägung der Alten Pinakothek werden die Kontraste des Rainerschen Œuvres in ihrer Wechselwirkung und solitären Strahlkraft erlebbar. Wichtige Werkblöcke aus dem umfangreichen graphischen Werk sind in den angrenzenden Kabinetten zu sehen. Einen Höhepunkt bildet der Abschluss der Ausstellung. Der letzte Raum ist den neusten Werken Rainers gewidmet, die aus der Anregung mit Gemälden der Alten Pinakothek entstanden sind: Cranach, Giorgione, Rubens, Velazquez oder Boucher. Diese Bildvariationen können in unmittelbarer Nähe zu den Originalen betrachtet werden. Sie laden – im selben Haus - zu einem Spaziergang durch die Malerei der Jahrhunderte ein. Die Ausstellung setzt damit auch wichtige Impulse für die weitere Aktivierung der Achse zwischen den Pinakotheken. Begleitend zur Ausstellung erscheinen zwei Publikationen: In einem Band werden erstmals alle Schriften von Arnulf Rainer erfasst. Diese, so Rainer, „Tricks und Gebrauchstexte, um schlimmeren Interpretationen anderer zuvorzukommen“ sind pointierte Stellungnahmen zum eigenen Schaffensprozess. Der zweite Band gilt der Ausstellung „Malerei im nackten Zustand ihrer Geburt“. Den Warnungen Rainers zum Trotz wagen Barbara Catoir und Corinna Thierolf Einführungen ins Werk. Arnulf Rainer - Der Übermaler 10.06. - 05.09.2010 Alte Pinakothek | München Eine Retrospektive zum 80. Geburtstag des Künstlers in der Alten Pinakothek ![]() |
![]() ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| © artlout contemporary art magazine (est. 2004) disclaimer |